ILT) CO .DV-T' TALHOFFERS AUS DEM JAHRE 1467. GERICHTLICHE UND ANDERE ZWEIKÄMPFE DARSTELLEND. HERAUSGEGEBEN VON GUSTAV HERGSELL, K. K. HAUPTMANN DKR N. A. LANDWEHI!, K. LANDESFECHTMEFSTER ZU PRAG. MIT 268 TAFELN IN LICHTDRUCK. PRAG. J. G. CALVE'SCHE K. K. HOF- UND W UNIVERSITÄTS- BUCHHANDLUNG. OTTOMAR BEYER. NC 1''otografie ond Druck des artistisch-typogiafiBchen InatitnteB von C&rl Belloiana in Prag. SEINER KAISERLICHEN UND KÖNIGLICHEN HOHEIT DEM DURCHLAUCHTIGSTEN HERRN KRONPRINZEN ERZHERZOG RUDOLPH IN TIEFSTER EHRFURCHT GEWIDMET. VORREDE. -Uurch die liochheizifie Gnade Seiner Hoheit des durchlauchtigsten Herrn Herzogs von Sachsen-Coburg-Gotha ERNST II. wurde mir in ^Vürdigiinf; des kiinsthistorisc' en Werthes die Bewilligung; zur Reproducierung des in Höchst Ihrem Besitze befindlichen „Talhoffer'schen Manuscriptes," eines Bilderwerkes aus dem Jahre 1467, allergnädigst zu Theil. Es wurde hiedurch ermöglicht, dieses interessante Werk, welches gerichtliche und andere Zweikämpfe zur Darstellung bringt, und auf welches ich durch meine Studien über die Entwickelung und die Geschichte der Fechtkunst aufmerksam wurde, auch weiteren Kreisen zugänglich zii machen. Die Origiiial-Handschrift selbst ist auf Pergamentblättern mit der Feder gezeichnet, und mit Tusch schattiert: bei den Schildkämpfen sind die Kreuze auf den Schildern und Kappen sowie Brust und Rücken der Kämpfenden, mitunter auch das aus der Wunde hervordringende Blut mit rother und die Schilde mit gelber Farbe angelegt. Die Zeichnungen selbst befinden sich auf beiden Seiten der Blätter. Die Beischriften, die ich im Original-Text sammt einer Uebersetzung bringe, sind mit Tusch geschrieben: ausser diesen, die einzelnen Kämpfe erklärenden Beischriften, ist in diesem Codex weder ein Titel noch ein anderer Text enthalten. Auf dem letzten Bilde dieser Handschrift ist nebst einem Kampfe zu Pferde mit Armbrust und Spiess (Turnierlanze) Talhoffer selbst, das Schwert in der Hand mit der Umschrift „Das Buch hat angeben Hans talhoffer und gestanden zu mallen" abgebildet. Die Paginierung des Codex geht von 1 bis 270, welche ich auch bei der Reproduzierung' genau der Original-Handschrift beibehielt. Tafel 127 und 222 sind jedoch im Originale leer (siehe: „Aufschriften der Tafeln" Seite 29 und 41). weshalb im Ganzen nur 268 Bild-Tafeln existieren. Zu erwähnen wäre noch, dass mitunter zwei bis drei hintereinander folgende Tafeln einen Kampf, beziehungsweise die Phasen eines und desselben Kampfes darstellen. Auf Tafel 111 befindet sich neben der Zeichnung rechts in der Ecke ein in Farben ausgeführtes Wappen. Das Wappen ist quadrirt. — Im ersten und vierten Felde in Gold je drei schwarze Hirschgeweihe, im zweiten und dritten rothen Felde je zwei goldene Barben. Als Helm- decoration befindet sich über dem geschlossenen Helm ein rothes, goldfjestreiftes Hom mit gchwarzer. golddurchwirkter Anhängschnur. — Aus dem Mundstück des Hornes gehen drei Straussfcdem, blau, weiss und roth. Die Helmdecken sind roth und gold. Unter dem Wappen steht die Jahreszahl 1467. Dieses Wappen, dessen Hirschgeweih Altwürttemberg, und dessen Barben die hinzugekommene Grafschaft Mümpelgard (Montbeliard) bedeuten, ist ein schwäbisches, und an der schwäbischen Herkunft der Handschrift ist umso weniger zu zweifeln, als auch die Sprache die deutlichsten Kennzeichen des schwäbischen Dialectes trägt. Ein dem Deckel eingeklebtes Wappen deutet darauf hin, dass das Manuscript sich früher in der Münchener Bibliothek befunden hat, bevor es der herzoglichen Bibliothek in Gotha einverleibt wurde. In diesem Fechtbuche werden unzweifelhaft Karopfweisen einer weit früheren Periode, sowie in einzelnen Bildern die Gebräuche bei gerichtlichen Zweikämpfen zur Darstellung gebracht, wie dies die Beisätze: „Hier steh ich frei nach schwäbischem Recht, wie man zu Hall ficht," oder: „Hier steh ich nach fränkischem Eecht," sowie die Bemerkungen: „und vollende, hier macht er ein Ende, oder Endstück und sticht ihn todt" etc., noch mehr aber die Abbildungen der Kampfe zwischen Mann und Frau zur Genüge beweisen. Dr. N. Schlichtegroll spricht daher in einer kleinen .\bhandlung vom Jahre \xn die Vermuthung aus, dass dieser ganz merkwürdige Codex nur gerichtliche Zweikäniiife darstelle, sowie deren Gebräuche betreffe, welcher Anschauung ich mich nur mit Einschränkung anschliesse. Anfänglich vom Standpunkte Schlichtegrolls geneigt, dem Bilderwerke eine kurzgefasste Geschichte der gerichtlichen Zweikämpfe vorangehen zu lassen, beschränkte ich mich spater darauf, da die Bilder ja in erster Reihe von Interesse sind, nur eine kurze Entwickelungs-Geschichte der Fechtkunst im XV. und XVI. Jahrhundert — aus welcher Zeit ja dies Fechtbuch stammt — sammt einer theilweisen Erklärung des Original-Textes zu geben. Eine eingehende Erklärung der Bedeutung dieser altdeutschen Fechtausdrücke, sowie die systematische Darstellung dieser Fechtarten behalte ich mir für spätere Zeiten an geeigneter Stelle vor. Wenn es mir gelungen ist, durch die Herausgabe dieses werthvollen und kostbaren Denkmales des deutschen Mittelalters dasselbe der Benützung der Kunstfreunde und Geschichtsforscher näher gebracht zu haben, so ist hiermit mein angestrebtes Ziel erreicht. PRAG im Juli 1887. Der Verfasser. INHALT. Vorwort r> Einleitung. Entwickelungr der Fechtkunst im XV. und XVI. Jahrhundert. Aufschriften der Tafeln mit erläuternder Uebersetzung. I. Langes Schwert. Tafel l bis 67 21 II. Kämpfe in den Schranken mit Spiess und Schwert in voller Rüstung. Tafel 68 bis 73 24 in. Langes Schwert. Tafel 74 bis 78 25 IV. Streitaxt. (Tafel 79 bis 103) 26 V. Schild und Kolben. Tafel 104 bis 126. (Tafel 127 im Originale leer) 27 VI. Schild und Schwert. Tafel 128 bis 150 29 VII. Schild. Tafel 151 bis 164 32 VIII. Gekehlte und Hackenschilde. Tafel 165 bis 169 33 IX. Degen (Dolch). Tafel 170 bis 190 34 X. Ringen. Tafel 190 bis 221. (Tafel 222 im Originale leer) 38 XI. Messer. Tafel 223 bis 230 41 XII. Messer und kleiner Schild (bouclier). Tafel 231 bis 239 42 XIII. Einer gegen zwei. Tafel 240 bis 241 43 XIV. Kämpfe zwischen Mann und Prau. Tafel 242 bis 250 43 XV. Schwertkämpfe zu Ross. Tafel 251 bis 260 44 XVI. Ringkämpfe zu Ross. Tafel 261 bis 264 45 XVII. Kämpfe zu Ross mit Spiess und Sshwart. Tafel 265 bis 266 45 XVm. Kämpfe zu Ross mit Armbrust gegen Spiess. Tafel 267 bis 270 46 TalhofferS Fechtbuch. 268 Tafeln. (Nr. l bis 126; 128 bis 221 223 bis 270. Die fehlenden zwei Tafeln Nr. 127 und 222 sind in der Original-Handschrift leer, daher hier nicht enthalten.) TALHOFFERS FECHTBUCH AUS DEM JAHRE 1467. P\ EINLEITUNG. ENTWICKELUNG DER FECHTKUNST IM XV. UND XVI. JAHRHUNDERT. „Gewisser Freund, versuchtes Schwert, sind zu Nöthen Goldes wertii," sagt Meister Freidank, und drückt damit einen Gedanken aus, der dem ganzen Mittelalter vertraut war. Das Schwert war die wichtigste Watte für den Ernstkampf von uralten Zeiten her. Die deutschen Heldensagen versetzen uns in jene Zeit zurück, in der ein Schwert ein überaus kostbarer Besitz ist; es ist ein Erbstück, dem Ahnherrn von einem OJotte geschenkt, es ist ein Trost der Helden, so hören wir von Siegfrieds Balmung, vom Eckesachs, vom Miming und Nagelring, und dieser Werthschätzung in der Sage entspricht jene im Leben. Der älteste Sohn nimmt aus der Habe des Vaters ein einziges Ding vorweg, l)evor er mit den anderen alles übrige theilt — des Vaters Schwert. — In der Volksversammlung wurde der herangewachsene Jüngling, um von ihr als wattenfähig anerkannt zu werden, von den Vornehmsten oder dem Vater mit dem Schilde und dem Schwerte geschmückt, um diese nicht mehr abzulegen. — Das war das Fest der „swertleite." — Auf diese Watten wurden die p]ide abgelegt. Wie nahe liegt da der Gedanke, dass dieses Vertrauen in die Watte auf einer besonders ausgebildeten Führung derselben beruhe, dass jener Heldenzeit eine hohe Kunst des Schwertfechtens zuzuschreiben sei. Indess dieser Gedanke wäre ein Irrthum. Das Schwert wird wohl geschwungen, aber den Meister macht nicht die Geschicklichkeit und Kunst, sondern die Kraft. — Die altdeutschen Heldengedichte erzählen von furchtbaren Streichen auf Helm und Schildrand; sie rühmen die Kraft ihres Helden, die ihm von Göttern geschenkt, oder ein Zeichen seiner eigenen göttlichen Abkunft ist; — von seiner Kunst wissen sie nichts zu melden. Anschaulich ist die Kampfschilderiing in dem Gedichte „Waltharius" aus dem X. Jahrhundert: dem Helden ist an Hagens Helm das Schwert zerbrochen, er wirft den Griff' ärgerlich fort, und diese Bewegung erspäht der Schlaue und haut ihm die Hand ab; doch Walthari trägt nach Hunnensitte ein Schwert auch zur Rechten, und weiss sich damit zu rächen. Erst als in Frankreich, und unter französischem Einflüsse in den östlichen Ländern, die Werthschätzung der Kraft gegen die Courtoisie, die „Höfescheit, das edle, gewandte, hofmässige Betragen in allen Lebenslagen, zurücktrat, »erhielt auch die ungeregelte Kraftäusserung den Charakter des Rohen, die Form, die Zierlichkeit, die Geschicklichkeit kam zur C-Wtung: im Ritterstande finden wir eine „Fechtkunst vor. „Die Uebung lehrt auch feigen Mann, dass er bei weitem besser kann fechten, als der kühnste Degen, der diese Kunst nicht mochte ptlegen: hier war vereinet Kunst und Kraft," sagt Hartmann von Aue (Iwein 7000). Aber wenn wir nun unsere Erwartungen um allzuviel höher spannen, so täuschen wir uns wieder: was uns die Quellen bieten, widerspricht der Annahme einer wirklich „kunstmässigen," hochentwickelten Schwertfechtkunst. Was ist der Grund hievonV Die Antwort lautet: Die einseitige l'tlege des „Tjostierens." — Das Rennen mit der Lanze war so schwierig, so kunstvoll, es erforderte soviel Kunst im vollen Galopp die I^nze im richtigen Augenblicke in die richtige Lage zu senken, und zugleich den kräftigen Rtoss dt^s Gegners anszuhalten. dass die Ausbildung in den ritterlichen Künsten nicht viel mehr als die in der „Tjost" bezweckte. Als l'arzival in Thorenweise zu Gurnemanz kommt, lehrt ihn dieser da.s Tjostieren (AVnlfrnm von Eschenbach, Parzival 174) und seine Ausbildung in ritterlichen Künsten ist vollendet. Das Fechten mit dem Schwerte blieb im grossen und ganzen das alte. Es wurde nicht zu Ross gefochten; Schwertfechten zu Pferde wurde eine Eigenthflmlichkeit der Slaven, bevor auch sie theilweise das romanische Rittertbum herübemahmen. So erzählt der „Biterolf- von den Böhmen, sie wären des Turnierkampfes unkundig, aber ihre „Flatschen," ihre breiten Schwerter, machten manchen Sattel leer. Für die höfischen Ritter wurde das Schwertfechten der Schlussakt eines Kampfes. Waren beide Gegner beim Stosse mit der Lanze von den Rossen geglitten, so griffen sie zu den Schwertern auch wenn 1)eide Speere zersplittert waren, sassen sie ab. — Denn es heisst in Iwein: „Kein Pferd hatt ihnen Leids gethan. Das eigene Leben gieng es an.*^ Die ersten Hiebe galten den Schilden: an derselben Stelle in Iwein heisst es: „Sie beide dachten gleicherweise, Ich weiss nicht, was mein Mühen nützt, So lange ihn der Schild beschützt." Gute Fechter sind freigebig in Bezug auf Schild und Schwert, das heisst: sie wissen zu pariren und schonen ihre Harnische, welche die einzige Schutz wehr des Stümpers sind. Ist der Schild ganz „verhauen," so wird er am Bande über den Rücken zurückgeworfen, und ohne ihn weiter gekämpft. Kräftige Ritter fassten dann wohl das Schwert in beide Hände und Hessen die Hiebe hageldicht auf den Gegner niederfallen. — Von guten „höfischen" Fechtern wird auch die Regel beobachtet, keinen Hieb unterhalb der Knie zu schlagen. Dieser Kampf mit Schwertern konnte den einen (jegner tödten, oder durch viele kleine Wunden sowie Zerspalten des Helmes wehrlos machen: „Die Helme waren hie und da Gewaltig schon zerhauen Die Harnische zu thauen Von dem Blut hegannen, Denn aus viel Wunden rannen Die Tropfen reich hernieder.'' (Iwein 723o.) oder es konnte einer das feindliche Schwert unterlaufen und den Gegner zum Ringkampfe zwingen. Diese Fechtweise blieb auch im XIV. und XV. Jahrhunderte im Gebrauch; es ist daraus^ erklärlich, dass das Fechten mit dem langen zweihändigen Schwert zu solcher Bedeutung gelangte, wurde doch meist nach Wegwerfen des Schildes mit beiden Händen gefochten. In den Fechtschulen, welche von den liittern an die Bürgerlichen übergiengen, erhielten sich alte Traditionen bis in das XV. und XVI. Jahrhundert hinein. — Aus ihnen ist auch unser Fechtbuch hervorgegangen. Eine besondere Veranlassung zum Pflegen der Fechtkunst boten namentlich die gerichtlichen Zweikämpfe; verlangte doch der Sachsenspiegel (Buch I, Art. 03, S 4) von den Kämpfern, dass sie ohne Eisenrüstung zum Kampfe erscheinen sollten. Wie nothwendig wurde es da, das Pariren mit dem Schwerte zu lernen wir hören denn auch, dass die zum gerichtlichen Zweikampfe Entschlossenen in der Zeit zwischen der Herausforderung und dem Kampfe Unterricht bei Fechtmeistern nahmen (A. Schultz, Höfisches Leben zur Zeit der Minnesinger II, 134). Das Fechten wurde sodann eine beliebte Unterhaltung der Zünfte me überhaupt des bürgerlichen Standes. Bei grossen Festlichkeiten wurden regelmässig P'echtschulen (Schaufechten) veranstaltet, bei welchen gewöhnlich ein fremder Fechtmeister jeden, der es mit ihm aufnehme, auf jede beliebige Wafie herausforderte. Dabei setzte es oft nicht nur blutige Köpfe, es ereigneten sich auch grössere Unglücksfälle. — Die Fechter bildeten eigene Zünfte, unter denen die „Marxbrüder" mit dem Sitze in Frankfurt und die „Federfechter" mit dem Sitze in Prag die l)erühmtesten waren. Sie hatten sich vieler kaiserlichen Privilegien im XV. und XVI, ja noch im XVII. Jahrhundert zu erfreuen. — Der Oberhauptmann beider gleichgestellten (iesellschaften befand sich als ihr Vertreter und Anwalt beständig am kaiserlichen Hotlager. Im XV. Jahrhunderte finden wir nach den Zeugnissen der Fechtbücher Regeln für den Kampf mit den mannigfaltigsten Waifen. als: dem langen Schwerte, mit beiden Händen gehandhabt, dem Rappier für Hieb und Stich, Dolch, Messer, Dusack audi Tesack oder Dysackcn (tesäk böhmisch der Hauer), eine säbelartige, kurze, ohne Griff oder Handhabe, nur mit einem (Jriffloclie für die Hand versehene Watie, ferner Helleparten Aexte, Stangen Kolben Schilde, über deren verschiedenen Formen zum Zwecke des Kampfes, sei es in offeubiver oder defensiver Absicht, am besten unser Fechtbuch Aufschluss geben dürfte — ja selbst mit Flegeln wurde gefochten. Nebst den Regeln des Kami.fes mit diesen WalTen wurde noel. die f:leichzeitif;e Handhal.unj.' zweier Rappiere, oder des Rappieres in der recliten, des Dolches in der linken Hand, sowie die Vertheidigunji oder Angriff einer dieser Waffen gegenüber den anderen gelehrt. Ausserdem ist noch meist ^lit" zweckmässige Verwendung eines Mantels, sowie das Verhalten eines Wehrlosen gegenüber einem Bewaffneten zur Darstellung gebracht. Das Fechten selbst bestand in einem sehr primitiven Gebrauch all' dieser Waffen, obgleich die Annahme einer Menge von Kunst-Ausdrücken der Fechtweise und dem l'nterrichte ein kunstmässiges Ansehen verleihen sollte. Diese Feehtweise und air diese AVaffenkämple, die meist mit einem Faust- und Kingkampfe endeten, der in allen Fechtschnlen regelrecht gelehrt und in den Fechtbüchern zur Darstdlung gebracht wurde, kann für uns nur vom historischen Standpunkte einen Werth haben, wie sie auch thatsflchlich auf die weitere Entwickelung der Feditkunst keinerlei Einfluss ausübte. Talhoffers Bilderhandschrift, eine der ältesten deutschen Handschriften über das Fechten, bringt in anschaulicher Weise die verschiedenartigsten in Deutschland gebräuchlichen Fechtarten und deren Kampfgebrauch zur Darstellung, und macht uns gleichzeitig mit den hiebei üblichen Kunstausdrücken vertraut. Als Quelle für das Yerständniss dieser Bilder dienen uns die ältesten gedruckten deut.schpn Fechtbücher: als solche sind bekannt: Pauernfeindt Andre 1516: „Ergründung ritterlicher kunst des fechtens durch frevfechter czu Vienn, nach klerlicher Begreiffung vnd kürzlicher Verständnuss." Mit Holzschnitten. Vienna, und Lebkhommer Hans 1520: „Der Altenn Fechter anfengliche Kunst, Mitsanii)t verborgenen heimlicli- heyttenn, Kämpfens, Ringens, Werfens u. s. w. figürlich fürgemalet, Bissher nie an tag kommen." Frankfurt a. M., sowie dessen weiteres Werk: „Kunst des Messer-Fechtens." Mit Holzschnitten, Nürnberg 1530, dem sich noch weiters nebst einigen ohne Autornamen erschienenen (1530 — 1560) kleineren Feihtbüchern, als: „Der alten Fechter anfengliche Kunst." Frankfurt a. M. „Der alten Fechter gründliche Kunst." Frankfurt a. M. „Fechtbuch, die Ritterlich, Mannliche Kunst und Handarbeit, Fechtens, Kämpfens u. s. w.." Frankfurt a. M. „New künstliches Figurenbüchlein, darin von Rappier und Mantelfechten," Nürnberg. „Beschreibung und Anweisung des Fechtens mit Schwert und Dusacken darin viel Stücke durch welche zur Behendigkeit in Rappier zu fechten fürgestellt." Frankfurt a. M. — folgende Fechtbücher anschliessen Meyer Joachim, Freifechter zu Strassburg: „Gründliche Beschreibung der freyen Ritterlichen und Adelichen Kunst des Fechtens in allerlei gebräuchlichen Wehren mit vielen schönen und nützlichen Figuren gezieret und fürgestellt." Strassburg 1570. „Mit Römischen Kayserlichen Majestät Freiheit auf zehn Jahre in keinerlei gestalt nicht nach zu Trucken." sowie das merkwürdige Fechtbuch unter dem Titel: „Hau IIb Görg Deckinger bin ich genannt, Ulm das ist mein Vaterlandt, Meines löblichen Handwerks ein Glaser Auch ein Mayster und Freyfechter der mannhaften und ritterlichen freyen Kunst des Fechtens, Mitbürger und Inwohner in der fürstlichen Hauptstadt München." Anno Domini 1600. Augsburg. „Hoff zu Gott und nicht verzag, denn das Glück kompt alle Tag." — Dieses Fechtbuch ist in fünf Abtheilungen getheilt, worin die mannigfaltigsten Fechtarten, jedoch alle zu Fuss, abgehandelt werden. Meyer war einer der berühmtesten alten deutschen Meister; sein Werk, sowie das von Lebkhommer und Sutor, von dem weiters die Rede sein wird, sind die wichtigsten Fechtbücher, die in Deutschland erschienen sind. Clever hat mit seiner in diesem Werke angedeuteten Methode ein Originalwerk geschaffen, und hat uns gleichzeitig mit den verschiedenen in Deutschland gebräuchlichen Fechtarten verti*aut gemacht. Diese Fechtweise pflanzte sich in den deutschen Schiden des XVI. Jahrhundertes, ja bis in das XVII. Jahrhundert fort. — Wir finden noch dieselben Kampfweisen und Kunstausdrücke in dem soeben erwähnten Fechtbuch von: Sutor Jacob, „New künstliches Fechtbuch, Das ist. Ausführliche Deschription der freyen Adelichen vnd Ritterlichen Kunst dess Fechtens in den gebreuchlichsten Wehren, als Schwerdt, Dusacken, Rappier, Stangen vnd Helleparten im fechten mit sein gewissen zu vnd abtritten auss den Lagern, auch Geschwindigkeit, beneben kurtzer Erklärung einer sehr nothwendigen Instruction, sampt viel schönen, gantz nützlichen vnd zierlichen Figuren eygentlich fürgestellet: Nun aber allen vnd jeden der löblichen Fechtkunst Liebhabern, zu sonderlichen gefallen in diese kleine Form gebracht vnd an tag gegeben. Durch den Wolerfahrnen vnd berühmten Freyfechtem Jacob Svtorium von Baden" etc. (Franckfurt a. M. 1612): obgleich, wie wir später berichten werden, die italienische Fechtkunst bereits im XVI. Jahrhundert sich auf einer ziemlich entwickelten Stufe befand und schon zu Ende desselben Jahrhundertes ihren Eingang in Deutschland gefunden hatte. Wie aus allen damaligen Fechtbttchern ersichtlich, war das lange Schwert, mit beiden Händen gehandhabt, die Hauptangriffswaffe, dem sich später das Rappier, für Hieb und Stich, zugesellte. Nach Sutor war das Fechten mit dem langen Schwerte eigenthümlicher Weise in: „den Anfang, Mittel vnd End" eingetheilt. Der Anfang „ist das zufechten, so einer gegen dem Mann, welchen er vor sich hat zuficht." Das zufcchten," das heisst die Eröffnung des Kampfes, dun-h Führung der verschiedenen „Hauwen" (Hiebe), geschieht „anfänglich auss oder von den Lügeni oder Hüten" (Carden), die in „Hauptläger" und „Beyläger" eingetheilt wurden. Unter Mittel wurde die „Handtarl)eit'' verstanden, „wann einer im Hundt seinem (.egentheil im Fechten mit aller Geschwindigkeit zusetzet. Die Hey oder Handtarbeit im mittel ist die grösste Kunst." Diese Handarbeit bestand in verschiedenen Bewegungen der Klinge, ^chienen, als Gunter od t Henric 1579, Wittenberg, in lateinischer Sprache, Caran^a Hieronimo de 1582, Lisbonne, dessen Schule die späteren spanischen Meister annahmen, und sein Werk als Grundlage ihrer Aufzeichnungen benützten, Fallopia Alfonso, Lvechese 1584. Silver G., 1599, London. Paradoxe of Defence of long Sword or Rappier — und schliesslich Pacheco de Narvaez, Don Luys 1599—1600 Madrid, der einer der henorragenden Fechtmeister seiner Zeit in Spanien gewesen ist, so haben wir hiermit auch gleichzeitig die Literatur des XVI. Jahrhundertes erschöpft. Zu erwähnen wäre noch, dass die Verbindungen der einzelnen Bewegungen, also complicirte Stösse, zu dieser Zeit von Pater genauer bestimmt worden sind, und er den Stössen die theilweise noch jetzt bestehenden Namen, als: „Prime, Seconde, Tierce, Quarte und Quinte" beilegte. Die italienische Schule, deren Einfluss, soweit sich selbe auf den Gebrauch des Degens bezieht, sich, wie wir gesehen haben, über ganz Frankreich geltend machte, bildete auch die Grundlage oder doch den Ausgangspunkt der neueren Fechtkunst in Deutschland. Die italienische Schule in Deutschland eingeführt zu haben, gebührt dem berühmten Maestro Salvatore Fabris, capo dell' ordiue dei setti cuori (Obersten des Ritterordens der sieben Herzen), dessen berühmtes Fechtbuch „De la Schermo overo Scienza e pratica d'arme" im Jahre 1606 erschien. Dasselbe wurde auf Befehl des Königs Christian IV. von Dänemark, dessen Fechtmeister er war, verfasst. Der Beweis, dass die italienische Schule in Deutschland durch Salvatore Fabris eingeführt wurde, lässt sich hauptsächlich aus dem in Leipzig 1677 erschienenen Fechtbuch von Johann Joachim Hynitzsch, Stadtlieutenant und Exerciermeister daselbst, erbringen. „Die Salvator Fabris'sche Fechtkunst" — heisst es daselbst — „wurde in Deutschland hauptsächlich durch Signor Hermann fortgepflanzt, welcher zwar ein Teutscher, aber welchen doch Signor Salvator allein würdig genug geachtet, dass er ihn unter allen seinen Createn den Fechtboden und anwesende Scolaren anvertraut und übergeben; die ihn denn auch willig angenommen, und seiner Untei-weisung fleissig nachgelebt." Nach seinem, bald hierauf durch die Missgunst eines „Mantenitoren" — Vorfechter — herbeigeführten Tode, wurde diese Kunst durch den Edlen Herrn Heinrich von und zum Velde, Senior des Stiftes Set. Petri Pauli in Magdeburg, in ganz Deutschland verbreitet. „Und eben dieser Herr Heinrich von und zum Velde nun ist es" — berichtet Hynitzsch weiter — „welchen ich und alle Tcutschen es in seinem Grabe zu danken ürsach haben, dass nemlich solche Kunst bey uns Teutschen annoch rein und unver fälschet, zu grosser Verwunderung der heutigen Italienischen Fecht-Meister fortgetrieben werden kann." Salvator Fabris führt in seinem Buche vier Garden an: Prima Guardia, Seconda Guardia, Terza Guardia und Quarta Guardia; den Stösseu legt er gleiche Namen wie den Garden bei. Wie weit die Fechtkunst zu dieser Zeit vorgeschritten war, beweist, dass Salvatore Fabris bereits die weite und enge „Misur" beobachtet, ferner das „Gyriren, Caminiren, Stringiren" lehrt, sowie Finten, Volten und Cavationen (Contracavation, Ricavation, Mezza Cavation und Comettere di spada) bespricht, — Ausdrücke und Commandos, die sich bis zur heutigen Zeit in Deutschland erhalten haben. Er lehrt weiters das Verhalten, beziehungsweise die Vertheidigung gegen Fechter von grosser oder kleiner Statur, gegen schwächliche, starke, jähzornige oder feige Naturen u. s. w. Das Rappier gebraucht Salvatore Fabris gleichzeitig für den Stoss und Hieb. Doch gibt er dem Stoss aus vielen Ursachen, namentlich der kürzeren Bewegung halber, bei Anwendung von Finten den Vorzug. Er lehrt vier Haupthiebe, und zwar: 1. Mandiritto, 2. Riverso, 3. Sotto mano, 4. Montante. Die Hiebe werden weiters in „innere" und „äussere" eingetheilt, unff vnd In Buchen. 148. Der hat wollen mit schilt vnd Swert Inbinden vnd Rysen. — So halt der hinder sich gerucM vnd Im vsz sinem Inschlahen gezucU vnd latt den schilt fallen vnd Tryt herfur vnd howt Im In sinen halsz. 149. Der hatt wollen den schilt oben hinyn ivünden. — Den schilt solt Man ynen Sehen vnd der stich geschrenck solt Sin gescheen. 150. Hie hon ich versetzt mit macht vnd bin bdiben ston vnd hon mynen starchen stich getan. — Als der sinen schilt Ingeschlagen halt vnd ivolt den wörlotisz machen vnd den schilt hon von Im geschlagen das ist Im gebrochen. 142. Mit Verschränken und Vorschreiten will er hauen. — Hier merke wie ich das meine, dass ich weggezückt habe, und ihn (huch sein Bein steclie. 143. Der steht in der Parade frei. — In dem verborgenen Stand wechselt er das Schwert in die linke Hand, und ersticht ihn über den Schild weg. 144. In einem freien Stand bin ich um meine Hand gekommen. — Dem werd' ich wohl gedenken, dass ich verschränkt gehauen habe. 145. Der steht in jener Stellung, worin der um seine Hand kam. — Wie der, will dieser über den Schild herumdrehen, ob er ihn ungedeckt fände. 146. Hier stehen wir beide ungedeckt. — Alier dieser kann den Schild hinein werfen und ihn von sich stossen. 147. Hier hat er ihn von sich gestossen, nach dem Wurff und dem Stoss muss er sich bücken, darum haue ich ihn in den Kopf und Rücken. 148. Der hat wollen mit Schild und Schwert anbinden und reissen. — Aber der ist zurückgerückt, und jenem aus seinem Schlage weggezuckt, lässt den Schild fallen, tritt vor, und haut jenen in den Hals. 149. Der hat ihn den Schild hinein drehen wollen. — Diesen Schild sollte man von Inneu sehen, und der Stich hätte verschränkt geschehen sollen. 150. Hier hab ich mit Kraft pariert, bin stehen geblieben, und hab einen starken Stich gethan. — Der hat seinen Schild eingeschlagen, wollte jenen wehrlos machen, und den Schild von ihm schlagen, aber das ist ihm „gebrochen" (siehe Tafel 57). VII. Schild. 151. So ist der für dretten vnd nempt In hy dem halse vnd wurfft In mit dem Schilt. — Als der den schilt In geschlagen halt. 152. Da Ist das stucTc volbracht tcie vor geschriben statt. 153. Der halt In gebunden zwischen den Schilt vnd den man vnd hatt Im den haelen geslagen vmb sinen fusz vnd toyl Ryssen. — — Darumb er mir ist Icotnen zwiischen mich vnd den schilt Des ich billich cngült. 1 54. Von dem anbinden So mag man vnden vnd oben Ryssen zu baiden syten. 155. Es ist aim als dem andern vnd oder oben wie er des kamen mag. — Aber vsz dem obern anbund oder bochen So mag ain yeder dem anndern griffen In sinen schilt vnd von Im Rysen ob er mag. 156. Vsz dem Inf allen vnd griffen wie vor geschriben statt welicher denn nit wöll Ion so mag es wol an ain Ringen gon. 157. Nun Merch das stuck recht als Nun der hatt wollen schlahen und bochen So ist er vast gestanden vnd latt die Rechten hand vom Schilt vnd gryfft dem In den Elbogcn vnd stosst In von Im das er sich ver- Jcertt. — Hie hatt er dem den Schilt Ingeslagen vnd hinterbunden. 158. Als der den gestossen by dem Elbogen hatt als vor geschriben statt. — So leert 151. Wie tler (rechts stehende Fechter) eingeschlagen liat, ist der flinks stehende Fechter) vorgetreten, fasst ihn bei dem Hals und wirft ihn samnit dem Schild. 152. Hier ist das Stück vollbracht, wie znvor geschrieben steht. 153. Der hat ihn gebunden zwischen den Schild und Mann, hat ihm den Hacken um den Fuss geschlagen und will reissen. — Daher ist er mir zwischen Körper und Schild gekommen, wofür ich nach Recht büssen mnss. 154. Nach dem Anbinden kann man unten und oben reissen nach beiden Seiten. 155. Es ist Einem wie dem Andern unten oder oben, wie er dazu kommen mag. — Wieder aus dem oberen Anbinden oder Bochen (siehe Tafel 140), kann ein jeder dem Andeni in seinen Schild greifen und den Schild von ihm reissen, wenn er kann. 156. Nach dem Vortreten und Greifen, wie es vorher beschrieben ist, wenn dann keiner nachlassen will, so kann es wohl zu einem Ringkami>fe kommen. 157. Nun merke das Stück recht, wie der hat schlagen und „boclien" (siehe Tafel 140) wollen, ist der fest gestanden, Iftsst die rechte Hand vom Schild, greift dem nach dem Elbogen, und stösst ihn von sich, dass er sich umkehrt. — Hier hat dieser jenem das Schild eingeschlagen und hinterbunden (siehe Tafel 108). 158. Sobald der den bei den Elbogen gestossen hat, Avie zuvor geschrieben steht — kehrt sich der gar vmb vnd stoszt den Schilt In den vnd ist stuck vnd bruch volbracht zum end. 159. In dem anlouffen So hat er In hinder Tretten vnd bracht In In die höin vnd furcht er werd geworffen. — Das ist aber ain starcher anlonff vnd, vsz dem anloiiff So hatt er In hinderbundcn vnd ivirt In werffen oder er mus tvörlousz tvcrden. 160. Hie hatt er In bracht zum fall tvie vor geschriben statt. — Vnd macht aber ain end mit dem fryen stosz. Ifil. Hie stand sie bayd zu dem verherten anhund Inn zuslahen vnd ain annder Nöten. 162. Doch so uyl der geben die schweche In die sterchin och sin arbait daby mercld. — In dem bochen so bend yeglicher den andern gern losz vnd das er Im Tcem hinder den Schilt vnd machte In tvörlouss. 168. Hie hatt er die schwechin volbracht In die sterckin vnd mag stossen oder Eysen. — Da hett der die sterckin verlorn vnd tvirt nyder gcryssen. 164. Hie ist das stuck volbracht tvie vor geschriben statt zum end. der sich ganz herum und stösst den Schild in jenen und so ist Angriff und Bruch (siehe Tafel 57) zu Ende gebracht. 159. Im Anlauffen hat er ihn hintertreten, und hat ihn in die Höhe gebracht, und der fürchtet er werde geworfen. — Das ist wieder ein starker Anlauf, und nach dem Anlauf hat er ihn hinterbunden (siehe Tafel 108) und wird ihn werfen, oder er muss wehrlos werden. 160. Hier hat er ihn zu Fall gebrncht, wie zuvor geschrieben steht. — Und macht wieder ein Ende mit dem freien Stoss. 161. Hier stehen sie Beide im verkehrten Anbinden (Engagement), um einzuschlagen und sich zu bedrängen. 162. Dieser will die Schwäche gegen die Stärke geben und siebet seine Mühe daran. — Im „Bochen" (siehe Tafel 140) würde jeder den andern gerne herausbinden (losbringen), so dass er ihm hinter den Schild käme, und ihn wehrlos machte. 163. Hier hat er die Schwäche ganz in die Stärke gebracht, und kann stossen oder reissen. — Hier hat der die Stärke verloren und wird niedergerissen. 164. Hier ist das Stück zu Ende gebracht, wie zuvor beschrieben steht. VIIL Gekehlte und Hacken-Schilde. 165. Nun lant sich der Nöten vnd galt vnden In die schtvech vnd Ncmpt Im den fusz vnd Byszt. — Aber vsz dem anbinden vnd ainander Nöten So hat er den oben i'ibertrungcn. 165. Nun lässt sich der zwingen, geht unten in die Schwäche, fasst ihn am Fusse und reisst. — Wieder aus dem Anbinden und gegenseitigen Zwingen, ist er oben eingedrungen. 166. Bas sind die zwcn frycn Notstend dar vss man suchen mag und finden allen vortail vnd Innlouffeii vnd werlousz machen vnd vil hüpscher arbait die man darusz machen mag so man sust dehain wer halt denn den schilt. — Ich warft des ends. 167. Vnd halt Im der das treffen gezuckt vnd Im oben In den Schilt gestochen. — Wtird mir der schlug an sin halsz. — Hie hatt wollen der anbinden vnd bocken. — Ker vmb so vindestu das Stuck volbraclit. 168. Hie würt das stuck volbracht als vor geschriben Statt. 169. Da hatt das schiltfechten ain end — das vnsz gott allen kumer wend. 166. Das sind die zwei freien Xotlistündc, daraus man suchen und finden kann: allen Vortheil, Einlaufen, Wehrlosmachen und viel hübsche Kämpfe, die man daraus machen kann, wenn man sonst keine Waffe hat, als den Schild. — Ich warte des Endes. 167. Der hat ihm das Treffen entzogen und ihn oben in den Schild gestochen. — Gelänge mir der Schlag an seinen Hals. — Der hat wollen Anbinden und Bochen (siehe Tafel 140). — Wende um, so findest du (las Stück vollbracht. 16«. Hier ist das Stück vollbratlit. wie zuvor beschrieben steht. 169. Da hat das Schildfechten ein Ende — dass (Jott uns allen Kummer wende. IX. Degen (Dolch). 170. Hie vacht an der Tegen, gott der wöll vnser aller pflegen. — Der hatt gestochen von dach. — Der hatt versetzt mit ainer Hand vnd hatt den Tegen von im gewandt. — — Der wyl obnen Nyder Stechen. — So gatt der vnden vff mit versatzung vnd wyls im Brechen. 171. Der ober schilt für den Stich. — Der Stich fry von Taeh. So macht der den vndern Schilt mit ain stossz. — Der Sticht vnden zu dem. 172. Für den obern stich so tvürff din lincken arm vff vnd fach sin Stich vff den lincken arm vnd macht mit dinem Tegen stechen oder slahen. — Als Ich hon gestochen, So ist es mir gebrochen. Aber für den 170. Hier fängt an der Degen (Dolch). — üütt der wolle unser aller pflegen. — Der hat von oben gestochen. — Der hat mit einer Hand pariert und den Degen ahgewandt. — — Der will von oben hinunter stechen. — So geht der mit der Parade von unten hinauf, und will ihm (den Stoss) brechen (siehe Tafel bl). 171. Der obere Schild (Deckung) gegen den Stich. — Der Stich frei von oben. So macht der den unteni Schild mit einem Stoss. — Der sticht unten gegen ihn. 172. Gegen den obern Stich wirf den linken Arm hinanf und fange seinen Stich auf den linken Arm und du kannst mit dem Degen stechen oder schlagen. — Da ich gestochen habe, ist es mir „gebrochen". Wieder ohern Stich würff den linken Arm für vnd mit dem Tegen vmh sin arm vnd tcürff In von dir. — Der hatt sin stich volbracht vnd des bruchs nit gedacht. 1 73. Als der ober Inn hat gestochen So hatt der Es mit dem linchen urm gebrochen vnd grifft Im mit dem Tegen zwischen die bain vnd zticM In vff vnd würfft In von Im. — — Als der oben hinyn hatt gestochen So hatt er mit dem rechten Arm versetzt vnd wint den Tegen imib sinen arm vnd tryt damit für vnd uürfft in von Im. 174. Da ist der vszgangen vnd der bruch über das fahenn. — Als der In beschlossen hatt. So hatt der In beschlossen mit der schär. — Der hatt gestochen oben Inn. 17.5. Für den obern .stich Ain grosser wurff gang mit dem rechten Arm vff vnd fal mit dem linchcn arm vber sinen rechten urm vnd ivürff In von dir. Da Ist das stuck vnd wurff volbracht. 176. Als der obnen Nyder hatt gestochen so ist er vff' gangen mit dem rechten arm vnd grifft Im mit dem lincken Hand In sin Elbogcn vnd Truckt In von Im so kert sich der gar vmh vnd würfft In über Hucken. — — Hie ist volbracht stuck vnd bruch zwinach. 177. Für den obern stich hatt er sinen rechten Arm vff geworffen vnd sinem Stich hinweg geholffen vnd ersticht In. — Der hatt gestocJien vnd Ist Im der stich gebrochen. — — Das sol sin ain vahen vsz der schäre den arm oder den hals. 1 78. Aber für den oben stich ain nrmbruch vnd fas sin stich vff den linch-n arm vnd griff mit der Rechten hand vnder i^inen Arm gegen den obern Stich wirf den linken Arm vor und mit dem Degen um seinen Arm und wirf ihn von dir. — Der hat seinen Stich vollendet und an den Bruch nicht gedacht (siehe Tafel 57). 173. Wie der oben hineingestochen hat, hat er es mit dem linken Arm abgewehrt, und greift ihm mit dem Degen zwischen die Beine und rattt ihn auf und wirft iini von sich. Wie der oben hineingestochen hat, hat er mit dem rechten Arm pariert, und windet den Degen um seinen Ann, tritt damit vor und wirft ihn von sich. 174. Sobald der ihn eingeschlossen hat. ist der herausgegangen, und das ist der „Bruch" (siehe Tafel 57) gegen das Fangen. Der hat oben hineingestochen, da hat der ihn mit der „Schere" eingeschlossen. 175. Ein grosser Wurf gegen den obeni Stich; geh mit dem rechten Arm hinauf und falle mit dem linken Arm über seinen rechten Arm und wirf ihn von dir. Da ist das Stück und der Wurf vollendet. 176. Sobald der von oben hinunten gestochen hat, so ist der mit dem rechten Arm hinaufgegangen und greift ihm mit der linken Hand an seinen Eilbogen und drückt ihn von sich, so dreht sich der ganz um, und er wirft ihn über den Rücken. Hier ist das Stück und seine Abwehr darnach vollbracht. 177. (legen den obern Stich hat er seinen rechten Arm aufgeworfen, seinen Stich weggestossen und ersticht ihn. — Der hat gestochen und der Stich ist ihm „gebrochen" (siehe Tafel 57). Das soll ein „Scherenfangen" des Arms oder Halses sein. 178. Wieder gegen den obern Stich ein „Bruch" mit dem Arm fange seinen Stich auf den linken Ann und greife mit der rechten vnd such an dich. Aber für den obcrn stich fach sin stich vff din Hechte» Arm vnd Tryt für vnd schlah Im din lincken arm an sin halsz vnd würff In vier die huffen. 1 79. Aber für den obern stich tcürff den Hechte)} Arm vff vnd fach sin stich daruff vnd gryff mit der lincJcen hand In sin Elhogen vnd trucTi In von dir für sich Nyder. Ber bruch her dich f/ar rmb vnd ivi'irff In über die huffen. 180. Für den vndern stich so schlah mit der rechten funst In sin arm vnd stosz din Tegen In In. Hie hatt einer als gutt als der ander. 181. Aber für den vndern stich schlah mit diner rechten hand Sin stich hintveg vnd Slah In mit der lincken hand an sincn hals vnd Tryt mit für vnd tcürff In von dir. — — Für den vndern stich fach sin stich In din bayd hend vnd wirf (wirg??) Im Sin arm vff die lincken Achsel vnd brich In ah. 182. Hie ist der armbruch wie vor geschriben stat. Aber ain fryer stand mit dem schilt für den obern stich oder für den vndern. 183. Als der den schilt hat gemacht — So hatt der den obern stich verwent vnd Stotzt den legen mit dem hefft zwüschen sincn arm über den schilt vnd würft In von Im. — — Da Verbringt er dasselb Stuck. 184. Der hatt den gefangen vsz der schäre. — Der bringt dem die Schäre. So hatt och der den beschlossen mit der schäre vmb den hals. — So macht der den Bruch vnd wirf In werffen. 185. Hie ist er vff gangen mit dem Schilt für den obern stich. — So hatt der den stich Hand unter seinen Ann und zeire zurück. — — Wieder gegen den obern Stich: fange seinen Stich auf den rechten Arm, tritt vor, und schlage ihm den linken Ann an den Hals und wirf ihn über die Hüfte. 179. Wieder gegen den obern Stich: wirf den rechten Arm hinauf und fange seinen Stich auf und greife mit der linken Hand an seinen P'llbogen und drücke ihn von dir und vor dir nieder. — Der Bruch dagegen (siehe Tafel 57): Drehe dich ganz um und wirf ihn über die Hüfte. 180. Gegen den untern Stich: schlage mit der rechten Faust in seinen Arm und stosse deinen Degen in ihn. — — Hier hat es der Eine so gut wie der Andere. 181. Wieder gegen den untern Stich: schlage mit deiner rechten Hand seinen Stich weg und schlage ihn mit der linken Hand in den Hals, tritt zugleich vor und wirf ihn von dir. Gegen den untern Stich fange seinen Stich mit deinen beiden HAnden und drücke seinen Arm auf die linki" Achsel und brich ihn ab. 182. Hier ist der Armbruch, wie zuvor beschrieben steht. Wieder ein freier Stand mit dem Schild" (siehe Tafel 171) gegen den obern oder gegen den unteni Stich. 183. Wie der den „Schild" gemacht hat. — Hat der den obern Stich umgedreht und stösst den Degen mit dem Heft über den Schild zwischen seinen Arm und wirft ihn von sich. Da vollbringt er dasselbe. 184. Dieser hat jenen gefasst aus der Schere. — Der bringt jenem die Schere. Der hat jenen mit der Schere am Halse eingeschlossen. — Der macht den Bruch (siehe Tafel 57) und will ihn werfen. 185. Hier ist er mit dem „Schild" (siehe Tafel 171) gegen den obern Stich hinaufgegangen. — erlogen vnd siecht vnden vff vnd sticht. — — Der hatt aber den obern Schilt gemacht. — So hat der aber den Stich erlogen vnd vbergryfft Im bayd Arm vnd tut In werffen. 186. Der hatt den äbich angebunden vnd ivyl In übergryffen. — Der hatt gestochen Oben hinyn. Hie hatt er In übergryffen vnd den beschlusz volbracht — Als der gestochen hatt. 1S7. Hie hat er versetzt mit der schär vnd mag In hinweg Stossen mit welicher hand er wtjl. — Der hatt sin stich volbracht. — — Der statt in der fryen hutt. — So halt sich der Im zwiffelstich vnd hat den Tegen vff dem Rucken vnd mag stechen mit ivelicher hand er wyl. 188. So hatt der versetzt mit sinem lincJcen arm vnd hatt In oben übergryffen vnd hatt Im vnder Sinem schenchel vndergryffen vnd wirt In werffen. — Der hatt gestochen oben Inn mit macht vnd ain fryen Stich volfürt. — — Der Maister hatt sich über senhen (?) vnd ist bayde ain stucJc. 189. Als der mich überloffen hat mit aim fryen stich oben Nyder. So hab ich den lineken arm vff geworffen vnd versetzt vnd mit mym rechten Arm hab ich In vmb sin hals gefaszt vnd wirg In Nider. — — Hie hatt er In Nyder gewirckt vnd macht ain end. 190. So hatt der versetzt mit dem lineken Arm vnd Sticht och von Tach. — Als der gestochen hatt von Tach. Der hat den Stich fintiert und schlägt von unten hinauf und sticht. — — Der hat wieder den obern Schild gemacht. — Der hat wieder den Stich fintiert und übergreift ihn mit beiden Armen und wirft ihn. 186. Der hat jenen verkehrt angebunden und will ihn übergreifen. — Der hat oben hineingestochen. — — Hier hat er ihn übergriffen und das Einschliessen vollbracht. — Wie der (rechtsstehende) gestochen hat. 187. Hier hat er mit der Schere pariert und kann ihn hinwegstossen, mit welcher Hand er will. — Der hat seinen Stich vollendet. — — Der steht in der freien Hut (Garde). — Der hält sich im Zweifelstich (ungewissen Stich) mit dem Degen an den Rücken und kann stechen, mit welcher Hand er will. 188. Der hat mit seinem linken Arm pariert und hat oben übergriifen und unter dem Schenkel untergrilFen und wird ihn werfen. Der hat von oben mit Kraft hereingestochen und einen freien Stich ausgeführt. Der Meister hat es übersehen (?) und beides ist ein Stück. 189. Wie der mich mit einem freien Stich von oben hinunter überlaufen hat, so habe ich den linken Arm aufgeworfen und pariert und mit meinem rechten Arm habe ich ihn um den Hals gefasst und würge ihn nieder. Hier hat er ihn niedergewürgt und macht ein Ende. 190. Der hat mit dem linken Arm pariert und sticht auch von oben. — Wie der (rechtsstehende) von oben gestochen hat. X, Ringen. 190. Der anfall vsz den Armen zu ringen. 191. Die habent hirlichs gefasst ain Arm vnden den anndern oben vnd ligend In dem streb. In dem Streb So schlcfft er sin hopt durch sin Arm vnd zuckt In vff. 192. Als der gefaszt hatt vsz den Armen — So stoszt der mit sinem Rechten Elbogeti vff sinen Rechten arm vnd mit dem stosz So gryfft er Im vnder sinen rechten fusz vnd Zucht In vff vnd wir ff t In über vssz. — — Der hatt es nit gutt. — Der wyl den werffen vber den schenckel. 193. Hie wyl der den bringen In Trapen ob er Im mächt Brechen den Arm. Hie hatt der Im den arm Bracht vff die achsel vnd wollen Im den abbrechen. Vsz dem Fasen So würfft er In vber den Schenckel. — — Hie hatt er In hinder Tretten vnd Stosst In iiber den schenckel. Aber ain glichs Byrlichs Fasen. Vss dem Byrlichs fasen So zuckt Er den vn- dcrn Arm vnd ergryfft In by dem Jiopt vnd Swenckt In von Im. In dem Fasen So wyl Der durchgon. — Hie Ist er Im durchgangen vnd wwrfft In über den Bücken. In dem durchgon So ist das der Bruch vnd wirckt In by dem halsz. Aber ain Bruch vber das durch gon In dem durchgon So zuck den fusz hindersich vnd ergryff In by dem halsz. 190. Der Anfang des Ringens mit den Armen. 191. Die haben sich gegenseitig (?) gefasst einen Arm unten, den andern oben und liegen in der Strebe. In der Strebe schleift er sein Haupt durch seinen Arm und reiss ihn hinauf. 192. Wie der ihn mit den Armen gefasst hat — stösst der mit seinem rechten Elll)Ogen auf seinen rechten Arm, und mit dem Stoss greift er ihm unter seinen rechten Fuss, reisst ihn auf und wirft ihn darüber hinaus. Der hat es nicht gut. — Der will den über den Schenkel werfen. 193. Hier will der jenen in den „Trappen" bringen, ob er ihm dann den Arm brechen könnte. Hier hat der ihm den Arm auf die Achsel gebracht und wollte ihm ihn abbrechen. 194. Nach dem Fassen wirft er ihn über den Schenkel. Hier hat er ihn liinter- treten und stösst ihn über den Schenkel. 195. Wieder ein gleiches gegenseitiges (siehe Tafel 191) Fassen. Nach dem gegenseitigen Fassen entzieht er den Unterarm, ergreift ihn am Kopfe und schwingt ihn von sich. 196. In dem Fas.sen will er durchgehen. — Hier ist er ihm durchgegangen und wirft ihn über den Rücken. 197. Im Durchgehen ist dieses der (siehe Tafel 57) „Bruch," dann würgt er ihn am Halse. — — W^ieder ein „Bruch" gegen das Durchgehen: ziehe den Fuss zurück und ergreife ihn am Halse. 198. Das Hechlin Fürsich. Bas HecMin der Bruch mit dem Schlag. 199. Wen ainer ain ergryff't hindertcertUgen So wartt oh dir möcht Sin schencJcel iverden vnd ziich In her durch vnd Rieht dich vff. — Aber so ainr ain faszt hinderwertz so Tryt mit dinem fusz hinder sich zwüschen Sine bain vnd gryff int nach dem schencJcel. 200. Das ist ain heben hinderwertz der Bruch darüber Nem In by dem har vnd züch In über die achsel. — — Das haiszt ain beschulsz wyl er den ledig werden So brich Im die finger oder Buch sich vnd werff In vher Buchen. 201. Wen ainr ain ergryfft vnd bayd arm vnden halt vnd dich vff zucJcen tvyl So gryff Im mit bayden Henden In sin Antlit vnd schüb In von dir so latt er dich. — — Der latt sich mit ivylen Faszen vnd er mag In dennocht nit von Im werff'en er uürfft In. 202. Der ivirfft den mit dem halben heeklin vnd vsz dem halben hnfft Bingen. Hie hatt er In geworffen vsz derselben Arbaitt. 203. Ain ober htiff Ringen. — — Vber das oberhuff Bingen so Sucht er ain Bruch. 204. In dem Bingen So hatt er Im hinder Tret- ten vnd In über den Fus — — In dem streben so wyl der dem den Fus vnden vsz Slahen. 205. In dem Bingen hatt er In vff zuckt vnd lofft mit Im vmb das haiszt ain Schtcindel- ringcn. Der hatt den gefaszt mit bayden henden by dem halsz vnd erschitt In so stoszt der In von Im. 20G. Ain vcrkert Bingen Ist Aber Stver zu heben. Ain Bingen vsz dem Tegen mit dem arm ivirgen von Im kern. 198. Das „Häcklein" nach vorn. — — Das Häcklein, der „Bruch" mit dem Schlage. 199. Wenn einer einen hinterwärts ergreift, so trachte seinen Schenkel zu ergreifen und ziehe ihn durch und richte dich auf. — Wiederum, wenn einer hinterwärts fasst, tritt mit deinem Fuss zurück zwischen seine Beine und greife ihm nach dem Schenkel. 200. Das ist ein Heben von hinten. Der Bruch dagegen Fasse ilin am Haar und zieh ihn über die Achsel. — Das heisst ein Einschliessen; will er sich daraus befreien, so brich ihm die Finger oder bücke dich und wirf ihn über den Rücken. 201. Wenn einer einen ergreift und beide Arme unten hat, und dich empor reissen will, so greif ihm mit beiden Händen in das Gesicht, so lässt er dich. Der lässt sich absichtlich fassen, und jener kann ihn doch nicht werfen; violnichr wirft er ihn. 202. Der wirft den mit dem halben „Häckleiu" und dem halben Httftenringen. Hier hat er ihn nach demselben Kampf geworfen. 203. Ein Oberhüftenringen. Gegen das Oberhüftenringen versucht der einen „Bnich." 204. Im Ringen hat er ihn hintertreteu und ihn über den Fuss In der Strebe will er dem den Fuss unten herausschlagen. 205. Im Ringen hat er ihn emporgerissen und läuft mit ihm um, das heisst ein Schwindelringen. Der hat jenen mit beiden Händen gefasst am Halse und schüttelt ihn, dann stösst der ihn von sich. 206. Ein verkehrtes Ringen, ist aber schwor zu heben. Ein Ringen nach dem Degenfechten, mit dem Armdrücken kehren wir uns von ihm. 207. Bas haiszt ain Buben Bingen. Der bruch darüber Fall Im mit dem knü In sin macht. 208. Der hatt den gefangen vnd fürt In by dem (ir,fi_ Hie latt er sieh fürn vnd gatt gern vnd In den gon so zuckt er In vff vnd würfft in hinder sich an Rucken. 209. Der hatt ivöllen durch gon. So hatt er Im zuckt vnd ergryfft In vnd truckt In Nyder. Das haiszt ein Achsel Bingen vnd kimipt von dem halsz fassen. 210. Vsz dem fassen So Tryt der dem den Schenckcl ab. Wen dich ainr Nötten wyl In dem Bingen vnd fast hept So heb mit Im vnd In detn heben So gib dich In die Schwechin vnd heng Im nach so wirt er dir In ain sehlossz. 211. Der hat den by dem goller gefaszt vnd Schlecht Im vnden den fus vsz. Vsz der vorigen arbait So würfft Er In über die undere huffen. 212. Am arm winden ob er In möcht bringen zwüschen die Bain. Hie hatt er das vor geschryben Stuck volbracht. 213. Der hatt den gebracht In den Trappen. — In dem trapen zuckt er In an Sich In dem zucken schlecht er In an sinen halsz vnd würfft In über die huffen. 214. Der bruch über das Fassen. So Tryt mit dinem fus hinder sich zwüschen sine bain vnd würff In über die Siten ab. Der hatt den gefasst by bayden Armen vff dem Bücken. 215. Aber ain Fasen by dem halsz. So gryfft er Im In die Elbogen vnd tryt für vnd stoszt In über den schenckel. — — Ain hindertretten vnd mit dem lincken Arm In sinen halsz vnd stosz den über den Schenckel. 207. Das heisst ein Bulienringen. Der Bruch (siehe Tafel 57) dagegen Falle mit dem Knie 208. Der hat jenen gefasst und führt ihn am Arm. Der lässt sich führen und geht willig und im Gehen reisst er ihn empor und wirft ihn hinter sich auf den Rücken. 209. Der hat „durchgehen" wollen, da hat jener ihn gepackt und drückt ihn nieder. Das heisst ein Achselringen, es entsteht aus dem Halsfassen. 210. Nach dem Erfassen tritt dieser jenem den Schenkel ab. — Wenn dich einer im Ringen zwingen will und stark hebt, so hebe mit, und im Heben gib dich in die Schwäche und hänge ihm nach, so kannst du ihn einschliessen. 211. Dieser hat jenen am Kragen gefasst und stösst ihm unten den Fuss hinweg. Nach dem vorigen Ringen wirft er den andern über die untere Hüfte. 212. Ein Armdrehen um den andern zwischen die Beine zu bringen. Hier hat er das zuvor beschriebene Stück ausgeführt. 213. Der hat den Anderen in den „Trappen" gebracht. Im Trapen zieht er ihn an sich, im Ziehen schlägt er ihn an den Hals und wirft ihn über die Hüfte. 214. Der Bruch (siehe Tafel 57) gegen das Fassen Tritt mit deinem Fusse rückwärts zwischen seine Beine und wirf ihn zur Seite ab. — — Dieser hat jenen bei beiden Armen auf dem Rücken gefasst. 215. Wieder eiu Fassen am Halse. Der greift ihn an den Ellbogen und tritt vor und stösst ihn über den Schenkel. Ein Zurücktreten (fasse) mit dem linken Arm an seinen Hals und stosse ihn über den Schenkel. 216. Da liatt der den In dem hecJclin Hecht. — Der Bruch über das hecJcUn. Im gryff als er das hecldin schützt so nem das ober huff Bingen So ist das hecJclin Brocken. 217. Das ist ain vszhindiger brück vber das Hechlin vnd über das ober huff Bingen. Das ist ock ain brück übers hecJclin oder Jiuff. 218. Da liatt der den brncJi volbracJit vber das hecJclin. Der katt wollen louffen In das JiecJclin oder In die ohern Jmff So went sicJi der vnd macht den brucJi. 219. Vsz dem Iialssfaszen so macJd der ain scklosz. — — Hie Jiatt er In bcscklossen vnd tcürfft In über die scJiencJcel. 220. Hie katt er In über gryffen vnd würfft In über die vnder Jiufft Bingen In ain schlosz. Als sie glich gefaszt haben So stoszt er mit sinem Elbogen In sinen reckten Arm vnd übcrsck ützt vnd feit Im vmb sinen scJiencJccl vnd würfft In. 221. Hie ist der wurff vollbracJd tvie kernach gescJiriben stat. Aber ein Bruch über das hecJclin wen es dir das hecJclin schleclit So fal Im In die JcnieJcellen mit dem Jcnü (ohne Bild). 216. Da hat er ihn in der Schuhspitze gefangen. — Abwehr gegen die Spitze im Griff, während er die Spitze wirft, ergreife das Oberhüftenringen, und die Spitze ist abgewehrt. 217. Hier ist eine besondere Abwehr gegen die Spitze und gegen das Oberhüftenringen. — — Das ist ebenfalls eine Abwehr gegen die Spitze oder Hüfte. 218. Hier hat der die Abwehr gegen die Spitze vollbracht. — — Der hat zum Spitzenoder Oberhüftenringen laufen wollen, da dreht sich jener und macht die Abwehr. 219. Nach dem Halsfassen macht der einen Schluss. — — Hier hat er ihn festgeschlossen und wirft ihn über den Schenkel. 220. Hier hat er übergriffen und wirft ihn mit dem Unterhüftenringen in einen Schluss. Nachdem beide zugleich angefasst haben, stösst er mit seinem Ellbogen gegen des andern rechten Arm, fällt ihm um seinen Schenkel und wirft ihn. 221. Hier ist der Wurf vollbracht, wie im Folgenden geschrieben steht. — — Wieder eine Abwehr gegen die Spitze; wenn er dir die Spitze schlägt, so falle ihm in die Kniekehle mit dem Knie (ohne Bild). XL Messer. 223. Hie Facht an das Messer. — Gott wöll vnnsr nit vergessen. — Der wyl Jiowen von Tacli. — So tvyl der Im den how versetzen mit macJit. 224. Der Jtat sin how volbracJit. — Der katt den scJilag versetzt vnd wyl In übergryffen. 223. Hier fängt an das Messer: Gott wolle unser nicht vergessen. — Der will von oben hauen. — Aber der will den Hieb kräftig parieren. 224. Der hat seinen Hieb vollbracht. — Der hat den Schlag pariert und will übei^reifen. 225. Hie hatt er In iibcrcjryffen vnd howt In durch den kopff vnd hat das vor geschriben Stuck ain end. 226. Der howt Fry von dach. — Ber hatt versetzt mit gewenter hand vnd wyl für tretten vnd Ryssen. 227. Hie hatt er für getretten vnd Ryszt mit dem messer. des stosz zu der Elbogen sol man nit vergessen. 228. Der hatt den angeloffcn In Zorn vnd hatt In wollen honen durch den kopff. — So hatt der versetzt vnden vff mit macht vnd In sinem vffziehen hat er Im sin hand dbgehowen. 229. Hie Tryt er für vnd Siecht In gar Nidcr zu tod. 230. So hatt der Im versetzt vnd halt In übergryffen mit dem Arm vnd stoszt messer In In. — Der hatt gehowen von Tach vff den man. 22Ö. Hier hat er übergriffen und haut ihn durch den Kopf, und das zuvor beschriibeue Stück ist zu Ende. 226. Der haut frei von oben. — Der hat mit gewendeter Hand (Quarte) pariert und will vortreten und reissen. 227. Hier ist er vorgetreten und reisst mit dem Messer; des Stosses gegen den Ellbogen soll man nicht vergessen. 228. Der hat jenen angelaufen im Zorn und hat ihn durch den Kopf hauen wollen. — — Der hat von unten hinauf kräftig pariert und im Aufziehen hat er ihm die Hand abgehauen. 229. Hier tritt er vor und schlägt ihn ganz nieder zu Tode. 230. Aber der hat pariert und hat mit dem Arm übergriffen und stösst das Messer in ihn. — Der hat von oben auf den M.mn gehauen. XII. Messer und kleiner Schild (bouclier). 231. Das sind die Zwen fryen Stend mit dem buckeller vnd mit dem Messer. 232. Hie hatt der versetzt mit dem Buckeller vnd messer. des übergryffens sol er nit vergessen. — Der hatt gehowen dem In sin versatzung. 233. Als der vff mich hatt gehotven So hab ich Im versetzt vnd vsz der versatzung übergryffen vnd how Im durch den kopff. 234. Da hatt der Im versetzt vnd Stoszt In von Im vnd Ryszt mit dem messer. 231. Das sind die beiden freien Stände (Positionen) mit dem kleinen Schild und dem Messer. 232. Der hat pariert mit dem Schild und dem Messer, des Übergreifens soll er nicht vergessen. — Der hat dem in die Parade gehauen. 233. Da er auf mich gehauen hat, habe ich ihm pariert und von der Parade übergriffen, und haue ihn durch den Kopf. 234. Da hat der pariert und stösst ihn von sich und reisst mit dem Messer. 235. Als er In von Im gestosscn hatt So volendet er das stuck vnd Stoszt das schwert durch In. 236. Aber iiowt der von Tack. — Hie hatt der versetzt fry vnd loufft Im dnhy hin. 237. Hie Ist Im der Ingelojfen vnd hat das Swert durch In gestochen 238. Der statt für den Stich. — Der Wyl In stechen. 239. Als der gestochen hatt So hott Im der In Sinen Arm der ober hoiv ist och gutt für den stich. 235. Nachdem er ihn von sich gestossen, vollendet er das Stück und stösst das Schwert durch ihn. 23G. Wieder haut der von oben. — Der hat frei pariert und läuft ihm dabei ein. 237. Hier ist der eingelaufen, und er hat das Schwert durch ihn gestossen. 238. Der steht gedeckt gegen den Stich. — Der will ihn stechen. 239. Wie der gestochen hat, haut ihn der in seinen Arm; auch der Oberhieb ist gut gegen den Stich. XIII. Einer gegen zwei. 240. Das Ist der Notstand tven zicen über nin Sind. — Hie tvyl ich vff In hotven. — Da versetzt der mit Eppicher hand vnd tvirt sich tvenden vnd howen zu dem hindn. — Hie wyl der och hotven. — Da versetzt er mit dem tegen vnd bucJceller. 241. Jm tvenden so hotvt er In durch den kopff So feilten der hinder an So beschlüszt er In och. 240. Das ist die Nothstellung, wenn zwei gegeu einen sind. — Hier will ich auf ihn hauen. — Da versetzt der mit verkehrter Hand (Quarte) und wenden und haut den hinten Stehenden. — Hier will der auch hauen. — Hier pariert er mit Dolch und Schild. 241. Im Wenden haut er ihn durch den Kopf, da fällt ihn der hinten stehende Gegner an, den schliesst er aber ein. XIV. Kämpfe zwischen Mann und Frau. 242. Da Statt Wie Man vnd Frowen mit ainander kempffen sollen vnd stand hie In dem anfanng. — Da statt die frow fry vnd wyl schlahen vnd hatt ain stain In dem Sleer wigt vier oder finf pfund. — 242. Hier steht wie Mann und Frauen mit einander kämpfen sollen, und hier ist die Anfangsstellung. — Da steht die Frau frei und will schlagen und hat einen Stein in dem Schleier, der vier oder fünf Pfund So statt er In der gruben bis an die waichin vnd ist der kolb als lang als Ir der Schlcer von der hand. 243. Hie hatt Sie ain schlag volbracht. — Nun hat er den schlag versetzt vnd gefangen vnd wyl Sie zu Im ziehen vnd nötten. 244. Da hatt er sie zu Im gezogen vnd vnder sich geworffen vnd wyl sie würgen. 245. Da halt sie sich vsz Im gebrochen vnd vnderstatt Sie In zu wirgen. 246. Hie hatt sie In gebracht an den Rucken vnd wyl In wirgen vnd ziehen vsz der grub. 247. Da hatt er sie zu Im gezuckt vnd würfft sie In die gruben. 248. Als sie schlahen wyl So ist sie Im zu nach Trctten das er sie ergryfft by dem schenckcl vnd wirt sie feilen. 249. So schlecht er sie Für die brüst. — Da hatt sie Im den schlöer vmb den hals geschlagen vnd wyl In würgen. 250. Da hatt sie In gefaszt by dem halsz vnd by sinem zug vnd wyl In vsz der gruben ziehen. wiegt. — Er steht in der Grube bis an die Weiche, und sein Kolben ist so lang wie ihr Schleier. 243. Hier hat sie einen Schlag geführt. — Nun hat er den Schlag pariert und aufgefangen und will sie zu sich ziehen und bezwingen. 244. Da hat er sie zu sich gezogen und niedergeworfen und will sie würgen. 245. Hier hat sie sich ihm entrissen und versucht, ihn zu würgen. 246. Hier hat sie ihn auf den ßücken gelegt und will ihn würgen und aus der Grube ziehen. 247. Hier hat er sie zu sich gezogen und wirft sie in die Grube. 248. Da sie schlagen will, ist sie ihm zu nahe getreten, so dass er sie am Schenkel ergreift und sie umwerfen kann. 249. Da schlägt er sie vor die Brust. — Da hat sie ihm den Schleier um den Hals geschlagen und will ihn würgen. 250. Da hat sie ihn am Hals und an gefasst und will ihn aus der Grube ziehen. XV. Schwertkämpfe zu Ross. 251. Vsz dem über Illen So wyl der versetzen mit dem Stich. — Der Sprengt In an vnd wyl In über Illen. 252. So hatt der versetzt mit epicher hand vnd wüst für (?). — Als der gehowen hatt. 2j3. Hie ist das stuck volbracht vnd hatt In gehowen In den schenckcl. 251. Bei dem Uebereilen will der mit dem Stoss parieren. — Der sprengt jenen an und will ihn übereilen. Wie der gehauen hat, hat der mit verkehrter Hand (Quarte) pariert. Hier ist das Stück vollendet und er hat ihn in den Schenkel gehauen. 254. In dem anrenen So facht der sinen how vnd wint Im Sin Stvcrt In Sin antlit. — Der hat gehoiven.. 255. Hie hat er den schlag versetzt vnd über feit Im vnd ryszt das Swert von Im. 256. Das schwert Nemen vnderougen. 257. Das Swert Nemen hinderwertz. 258. Als der halt gehoiven. — So hatt der Epich versetzt vnd Ist Im üherfalen vmb den halsz. 259. Hie versetzt der Frij vnd wyl den üherfalen. — Der hat gehowen vom Tach. 260. Hie ist er Im Ingefallen vnd das vorgeschriben Stuck volbracht. 254. Im Anrennen fängt der seinen Hieb und dreht ihm das Schwert ins Gesicht. — Dieser hat gehauen. 255. Hier hat der den Schlag pariert und fällt über ihn und entreisst ihm das Schwert. 256. Das Schwertnehmen von vorn. 257. Das Schwertnehmen hinterwärts. 258. Wie der gehauen hat, hat dieser verkehrt (siehe Tafel 252) pariert und ist ihm an den Hals gefallen. 259. Da pariert der frei und will über jenen fallen. — Der hat von oben gehauen. 260. Hier ist er eingefallen und das vorbeschriebene Stück ist vollbracht. XVL Ringkämpfe zu Ross. 261. Das Bingen zu Eossz. — Hie hatt der In beschlossen vnd vber gryffen vnderougen. 262. Der bruch vber Das vorgeschriben Schlosz hatt Im gezuckt Sin Übergriffen vnd In by dem halsz 263. Da wiirfft der Rossz vnd Man. 264. Das übergryffen vnd der beschlusz hinder sich. — Der hatt den hinderwertz ergryffen. 201. Das Ringen zu Ross. — Hier hat der ihn eingeschlossen und von vorne übergriflfen. 262. Die Abwehr gegen den vorher beschriebenen Schluss, er hat sich dem üebergriff entzogen und ihn am Halse 263. Der wirft Ross und Mann. 264. Das Uebergreifen und der Schluss rückwärts. — Der hat jenen hintei-wärts ergriffen. XVII. Kämpfe zu Ross mit Spiess und Schwert. 265. Der Entwert dem den Spicsz mit dem 265. Der wehrt den Spiess mit dem Schwerte ab. Schwertt. 260. Hie Ist das stuck volbracht als vorge- 266. Hier ist das zuvor beschri(>bone Stück voU- schriben statt. bracht. XVIII. Kämpfe zu Ross mit Armbrust gegen Spiess. 267. Die Illenden. — Wie sich ainer halten sol In der flucht mit dem armprost. 268. Der wyl den vnder das pfert Renen. — Hie hatt der den geschossen vnd stoszt Im den Spiesz mit dem Armbrost hinweg vnd toürt In ergryffen by dem halse. 269. Hie wyl der den Hecht empfahen mit dem Spiesz. — Wie sich ainer halten sol mit dem Spiesz gegen ainem mit ainem Armbrost. 270. Hie ist das vor geschriben Stuck mit dem Armbrost vnd Spiesz volbracht vnd hatt In ergryffen by dem halse. — Das buch hatt angeben hans talhoffer vnd gestanden zu Mallen. 267. Die Verfolger. — Wie sich einer auf der Flucht mit der Armbrust verhalten soll. 268. Der will ihn unter das Pferd rennen. — Hier hat er den getroffen und stösst den Spiess mit der Armbrust weg, und ergreift ihn am Halse. 269. Hier will er ihn mit dem Spiesse recht empfangen. — Wie sich einer mit dem Spiess gegen eine Armbrust rochf verhalten soll. 270. Hier ist das zuvor beschriebene Stück mit Armbrust und Spiess vollbracht, und dieser hat jenen am Halse ergriffen. — Dieses Buch hat angegeben Hans Talhoffer und hat selbst zum Malen gestanden. CY3 TALHOFFERS FECHTBUCH 268 TAFELN. "Vf^SlK^f^ Sl IV'l.Vl u o a t o OB C- E u a s t: e s es E- m o STf"-: i^ B U B O s CS u D e ES o S m a r 4M et ej S o a CS H CS E- s o hl fc s B O o o b. fc o 'S H K O s o z i s o s es CS H k. B ä b B ^^i"^^siiaamk .'isn^nik B fc U tTfiHfm''Tiign: wri^fti'r,ii';''fwwfigffifr-- CS e H f S s s o H a cS 'S e s -a u h. e s K H e B ä a hl S Ee s H 'S ü c« s ä 's e o K r 'S e s 's Js^-s^ jL y'Jr ^iLfc^fflfc /^^H üi^ZrlllE^ ^k s t s O o 's .a Ol ß Ji w« s s e s r -v m o e n H TT- 'S H a o g e -a s E o S OCl a f2 O 'S e o K s CO S J E s 'S B O B e iE o H t S o b2 f s s 'S E s s e E s ü S n\ s t 's f. CS ä e 'S H e t: s K ü ab S e t o s S o s o s g n s 'S H s f2 /f s ad t o s "^Sip B e t H Ol e a H H g s %im E e 'S 'S e H s b S a o a 'S H O e s2 .'jajnpKflvv^ta y dhii a k et S u s e d Ol a e «t s a cl i I -ig Im 5S öl 3 mlp o ä 's s a o 'S s f2 s 'S o s f. s 'S g 0i S o 'S H s k o s o t s k ^mi s 's s kl g e S s s e s 'H ja, s s IT t o vq» .f ä a O S 'S J s iE fc cd o s iW j^ s ml K u B S s s s r^ z e t e s cfir E s S H if> t w k. dxFt t s k! t t E o s E K i2 m .JmOmä^^' I 4J w- ü e ü t o s m lO g a f '-^a^jiiMgta^a^/gBartBaBgajBiit,- i- s o E K 5g s f2 M. o s r> s u K D ei e2 M e f2 ff it 'IIa s ei -P s TJ CS et i^ m s s l«i vT?— H K ear M ä s t i^ J m ?v a in, «LI s e« f »i^o m s k. e s H P a i2 s et f2 e o o tili f-j t o o f^ o g M w t o s i^ 'S h. e s r -J 6P fSf s I« t o s iO o s Ol ''so OS e :te e s vafr \ikl t y e t2 4i lÜi^. t: et tü^ f g f e 'msvm^^ NC Talhoffer,. Hans 1055 Talhoffers Fechtbuch aus T28HA dem Jahre 1467 PLEASE DO NOT REMOVE CARDS OR SLIPS FROM THIS POCKET UNIVERSITY OF TORONTO LIBRARY